Metallpreise Tendenz fallend!

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Basismetalle - Offene Fragen

Angst und Unsicherheit regieren in der Leadenhall Street 56 in Londons Zentrum.
Dort, an der London Metals Exchange (LME), nur wenige Häuserblocks von der Themse entfernt werden die Weltmarktpreise für Industriemetalle gemacht. Wenn in Rotterdam etwa ein Reeder Kupfer aus Chile verkauft, dann dient der Preis aus der britischen Hauptstadt als unverrückbare Bezugsgröße. Selbst die Börsen in Shanghai und New York richten sich danach. Wegen der Angst vor einer neuen Rezession kennen die Preise an der LME seit Wochen nur noch eine Richtung: Abwärts.
Dabei hat sich die Abwärtsbewegung seit Anfang September noch einmal beschleunigt. Kupfer verlor von Anfang März bis Anfang September um rund 10% an Wert. Seither rutschte der Preis noch einmal deutlich um 28% ab. Betrachtet man die gesamte Zeitspanne, so sticht Aluminium als Outperformer heraus, wenngleich auch dieses Metall um 22% fiel. Größter Verlierer ist Zinn mit einem Abschlag von fast 50%.
Die Bergbau- und Metallindustrie wird also einiges zu diskutieren haben, wenn in der kommenden Woche die jährliche Konferenz der LME beginnen wird.

Viele erhoffen sich eine Antwort auf die Frage, wie sehr sich das Wachstum abkühlen und wie lange der Abschwung dauern wird. Wird sich der Crash aus dem Jahr 2008 wiederholen, als ein Austrocknen der Liquidität im Zuge der Finanzkrise etwa den Kupferpreis von fast 9000 auf knapp unter 3000 Dollar pro Tonne einbrechen ließ? Das ist unwahrscheinlich, aber solange offene Fragen rund um die Euroschuldenkrise kursieren, solange wird auch die Angst vor einer Wiederholung des Crashs aus dem Jahr 2008 bleiben.
(Quelle Finanzen.net)