Kupferpreis

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Die Augen der Marktteilnehmer an den Metallmärkten richten sich ab heute wieder nach China, nachdem die Händler von ihrer einwöchigen Pause zurückgekehrt sind. Am Donnerstag werden dort die Importdaten für September veröffentlicht. Die gute Stimmung nach den starken Preisanstiegen an der LME letzte Woche hat nicht lange angehalten. Der Kupferpreis an der SHFE ging mit einem mageren Plus von 2,5% aus dem Handel. Die Stimmung an den Metallmärkten bleibt negativ. So haben die spekulativen Finanzanleger in der Woche zum 4. Oktober ihre Netto-Short-Positionen bei Kupfer an der COMEX um 1,8 Tsd. auf 5.303 Kontrakte ausgeweitet. Sie befinden sich damit in der Nähe eines 2-Jahrestiefs. Damit ist die Stimmung schlechter als die Marktlage.

Die Streiksituation in der Grasberg-Mine in Indonesien scheint zu eskalieren. Bei einer Demonstration von Minenarbeitern wurde am Montag ein Demonstrant getötet. Mittlerweile befinden sich knapp die Hälfte der 23.000 Arbeiter der drittgrößten Kupfermine der Welt im Ausstand. Der Streik, welcher Mitte September begann, wurde in der vergangenen Woche von der Gewerkschaft bis Mitte November verlängert. Angesichts dessen sind Produktionsausfälle immer wahrscheinlicher, welche die bereits angespannte Lage am globalen Kupfermarkt weiter verschärfen dürften.

Dies zeigt sich auch in der LME-Lagerstatistik. Demnach kam es heute zu einem Lagerabbau um weitere 4,6 Tsd. auf 462.525 Tonnen, was dem niedrigsten Stand seit Mitte August entspricht. Wir erachten den Kupferpreis auf dem derzeitigen Niveau daher gut unterstützt.

(Quelle Goldseiten)